Jules Verne – er hat alles vorher gewusst

Lesung & Filmvorführung

mit Barbara und Bernhard Zimmermann

BZ – Wir hatten lange darauf hingearbeitet und dann war es soweit: Unser Jules Verne Nachmittag in der Zentralbibliothek Düsseldorf wurde am 22. März Realität. Es war ein schöner sonniger Sonntagnachmittag in Düsseldorf und es herrschte lebhaftes Treiben in der Stadt. Da außerdem die Rheinbahn bestreikt wurde, begannen wir uns etwas Sorgen zu machen, was den Beuch unserer Veranstaltung anbelangte.  Etwa 50 Besucher sind dann tatsächlich erschienen und wir denken, dass wir ihnen einiges geboten haben.

Mit dem Dokumentarfilm „Er hat alles vorher gewusst“ haben wir uns auf die Spuren des französischen Schriftstellers Jules Verne (1828 – 1905) begeben, der durch die zukunftsweisenden Themen seiner Romane große literarische Erfolge weltweit erreicht hat.

Barbara schreibt in ihrem Drehtagebuch dazu: In unserem Dokumentarfilm behandeln wir das Leben und Wirken des Romanciers Jules Verne. Er beschrieb in seinen „Außergewöhnlichen Reisen“ Wolkenkratzer, Ballonfahrten, Luftschiffe und den Atomkrieg in einer Zeit, als die Menschheit noch über die Eisenbahn staunte. In seinen über 80 Romanen mit Science-Fiction-Anteil begeisterte er seit dem 19. Jahrhundert bis heute seine Leserschaft:

Foto: Andreas Zimmermann

Foto: Andreas Zimmermann

Foto: Andreas Zimmermann

Foto: Andreas Zimmermann

„Ich habe erlebt, wie die Phosphor-Zündhölzer aufkamen, der Anknöpfkragen, der Zylinder … das metrische System, die Dampfschiffe der Loire … die Eisenbahn, das Gas, die Elektrizität, der Telegraf, und vieles mehr.“

Von Nantes über Paris nach Amiens verfolgten wir seinen Lebensweg und suchten und fanden die Quellen seiner literarischen Inspiration, die wir in unseren Dokumentarfilm mit fiktiven Elementen einbrachten.

Barbara hat das Ganze literarisch aufbereitet und in einer dreigeteilten Lesung vorgestellt. Abgerundet wurde dies noch durch Backstagematerial von der Ile de Nantes mit dem großen Elefanten und den fantasievollen Tierschöpfungen der dort tätigen Künstlergruppe Les Machines de l’Ile.

Da heißt es in Barbaras Text:

Dass der zwölf Meter hohe Elefant heute unterwegs ist, haben wir schon von unserem Wohnzimmerfenster aus gesehen. Nun erleben wir ihn in Aktion und unser Ritt beginnt. Wir steigen über die erste Ebene ein und durch den Bauch des Tieres eine Wendeltreppe hinauf, bestehend aus drei Etagen. Wir beobachten aus nächster Nähe die Bewegungen der elektrisch/mechanischen riesigen Elefantenohren und des Rüssels, aus dem sich ab und zu eine Ladung Wasser ergießt und wehe wenn man sich in seiner Reichweite befindet. Manche Kinder stellen sich extra auf dem Vorplatz darunter und erwarten quietschend die nasse Dusche bei den heißen Temperaturen. Manchmal stößt er auch röhrende Schreie aus – ein riesengroßer Spaß für alle.

Ein besonderes Highlight muss erwähnt werden: Wir erhielten bei der Lesung Besuch von Honorine, der Frau von Jules Verne, und von Kapitän Nemo, dem Held aus seinem Roman „20.000 Meilen unter den Meeren“. Unsere Freunde Angelina Riedel-Böhm und Christoph Böhm besuchten uns in stilechten Kostümen des 19.Jahrhunderts, wobei sie auch mit ihren Wortbeiträgen zum Erfolg der Veranstaltung beitrugen.

Nach rund zwei Stunden endete die kombinierte Leung und Filmvorführung mit herzlichem Applaus des Publikums. Viele sagten hinterher, dass sie sich eine Fortsetzung dieser Reihe wünschen.

Termine

28 April 2026
7:00 p.m. - 10:00 p.m.

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